Das war 1 Jahr.

So – Hallo! 🙂

Die Fotos von Dänemark sind selektiert und bearbeitet. Allerdings hatte ich immer noch keine Zeit sie online zu stellen. Ich verspreche hiermit (feierlich), dass ich dies in den nächsten Tagen nachholen werde. 

Zunächst allerdings möchte ich das – ebenfalls vor einiger Zeit angekündigte – vergangene Jahr nocheinmal mit euch durchleben.

Heute ist wieder einmal Freitag der 13.!

In genau einem Monat wirst du also schon ein Jahr alt. Soooo schnell bist du erwachsen geworden und hast so einiges in unserem Leben auf den Kopf gestellt. […]

Wahnsinn – ein Jahr… Zeit um dann mal wieder ein Resumé zu verfassen. 
Das wird bestimmt ganz schön umfangreich… 

Natürlich im totalen Zeitraffer, da ich nicht die nächsten 24 Stunden damit verbringen kann pausenlos zu tippen… auch, wenn das Maya sicherlich verdient hätte und ich auch Freude daran hätte.

Den ein oder anderen “Leser” unseres Blogs wird die Masse des nun folgenden Textes sicherlich irritieren, denn das gab es hier schon lange nicht mehr…
Eigentlich, das werdet ihr sicherlich gemerkt haben, habe ich auch in letzter Zeit viel zu wenig geschrieben. Der Blog hat sich in den letzten Monaten mehr und mehr zu einem Fotoblog entwickelt. Das war ursprünglich mal anders angedacht.

Ein Blog über das Leben von Maya –
unserem Vizsla-Mädchen.

Schlecht finde ich das nicht, aber irgendwie gehen natürlich teilweise die Bezüge unter. Und einfach mal eben nur ein Foto posten ist natürlich schneller gemacht und geht auch “mal eben” von unterwegs. Ich werde mich aber bemühen demnächst immer mal wieder mehr als nur einen Satz zu den Fotos zu schreiben. Die unter euch, die Texte nicht lesen wollen und eigentlich nur wegen der Schnappschüsse immer wieder hier reinschneien, werden aber sicherlich auch dieses Jahr nicht enttäuscht werden:
Maya bietet jeden Tag auf’s Neue so viele Momente, die es wert wären fotografiert und veröffentlich zu werden… würde ich das machen, müsste ich meinen Job und meine Beziehung aufgeben und mich voll und ganz auf den Hund konzentrieren. 

Unser letztes Jahr war nun also sehr…
 chaotisch actionreich.

Ihr habt das sicherlich hier verfolgt oder werdet spätestens jetzt den Blog noch einmal rückwärts angucken, weil ich Maya als etwas ganz besonderes hier anpreise und sie als absolut einzigartigen Hund darstelle, den man gesehen und kennengelernt haben muss. Ich neige im Leben oft manchmal zu Übertreibungen und bekomme von Anka da auch relativ häufig manchmal den Wind aus den Segeln genommen, weil ich bei Erzählungen nahezu immer stellenweise wirklich maßlos übertreibe. Aber in dieser Sache bin ich mir sicher:

Maya ist wirklich etwas gaaaanz besonderes! 

Viele wissen, dass wir uns die Entscheidung für einen Hund nicht leicht gemacht haben. Anka war immer eher neutral in ihrer Haltung und hat mir stark ins Gewissen geredet, was für eine große Verantwortung das sein wird und auch meine Familie und Freunde haben dies immer wieder betont.

Für mich war – und ist Maya auch heute noch – die bisher größte Herausforderung meines Lebens. Ich habe bisher nie die Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen müssen, dass in einer so wundervollen Art und Weise von mir abhängig ist (obwohl ich das als Kind gerne gewollt hätte: “…danke, Mama; danke, Papa!”).
Ich bin mit Maya und den Aufgaben, vor die sie mich … vor die sie uns … täglich stellt gewachsen und habe mich weiterentwickelt. Keine Ahnung, wie mein Leben sich entwickelt hätte, wenn ich meinen Dickkopf nicht durchgesetzt hätte und einen Hund in’s Haus geholt hätte – aber es wäre sicherlich anders gelaufen. In welcher Form auch immer.

Maya wurde am Freitag, dem 13. Mai 2011 geboren.
Was für ein Omen!

Ich war gerade auf dem Weg zu Anka, als ich die Nachricht bekam, dass Kira die ersten Welpen bereits bekommen hatte. Am Liebsten hätte ich das Autofenster runtergekurbelt und ganz laut geschrieben „ICH BIN MUTTER!“ – aber irgendwie fand ich das unpassend und bin also einfach (wohl sehr dümmlich grinsend) weitergefahren. Alles ging wohl ganz schnell und Kira, deren zweiter Wurf das war, war liebevoll und umsorgte sofort alle Welpen, wie es sich für eine stolze Hundemama gehört. Wir sind direkt am zweiten Tag nach Heiden gefahren um uns die kleine Rassebande anzuschauen. WOW!

Dieses Gefühl war unbeschreiblich.
Sofort erzählte ich es weiter und verbreitete die Frohe Botschaft.
Am Sonntag fahren wir das erste Mal die Welpen angucken. 

Heute ist Freitag, der 13te, ein wundervoller Tag … 

Von diesen kleinen Wesen, die da quiekend und grunzend ganz eng aneinanderliegend in der Wurfbox lagen, würde bald eines mit uns den Weg nach Münster antreten. Gigantisch! Am Liebsten hätte ich alle direkt in die großen Taschen meiner kurzen Hose gesteckt und sofort mitgenommen… aber die nächsten Wochen ging es den Kleinen wohl in Heiden viel besser, als bei es ihnen bei uns ergangen wäre (hat man mir glaubhaft versichert, damit ich die Finger bei mir lasse).

Wir haben uns letztendlich für Maya entschieden – ich glaube der Optik wegen (und weil Rebecca, Ankas Schwester, sie mir auf den Schoß gelegt hat und Maya direkt eingeschlafen ist und nach einer halben Stunde erst wieder aufgewacht ist… ja, ich glaube… da hat sie mein Herz erobert). Sie war die Kleinste und Leichteste aus dem Wurf. Ein kleiner Hungerhaken, der sich wohl nicht durchsetzen konnte um genug Futter zu bekommen. Tja – das hat sie in dem letzten Jahr definitiv gelernt.
Klein Maya ist absolut nicht dick und “fettfüttern” ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit.

„Ist das ein Ridgeback?“ – „Ääääh – nein?“

„Ist das ein Weimaraner?“ – „Ja genau, wir haben sie umgefäbrt, weil uns diese olle graue Farbe nicht mehr gefallen hat und Maya so ein lebensfroher Hund ist!“

Allerdings ist sie mittlerweile so frech und dickköpfig, dass sie wohl kein Problem mehr hätte sich gegen andere Hunde beim Futter durchzusetzen. Von wem sie das wohl hat………?

Maya haben wir im Alter von 9 Wochen zu uns geholt. Vom ersten Moment an schien sie sich wohlzufühlen und wurde auch von Freunden und der Familie ganz herzlich in Empfang genommen. Sie entwickelte sich rasend schnell. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate haben wir versucht so viel wie möglich mit ihr zu unternehmen um die Prägephase voll auszunutzen und sie sofort in den Alltag integriert. Sie kam mit mir ins Büro und darf von Anfang an mit mir zur Arbeit kommen, damit sie nicht allein sein muss.

…wenn Maya im Büro alles zu viel wird,
dann flüchtet Sie auf meinen Schoß
und schläft ganz entspannt ein.

Sie war in der Welpenschule und ist super sozialisiert. Busfahren, Autofahren … alles kein Thema für unseren kleinen Wildfang – und wir waren stolz wie Oskar.

Wir hatten das Vorhaben den Spätsommer zu nutzen um Maya an Wasser zu gewöhnen und sind an die schönsten Hundebade-Ecken gefahren – keine Chance. Wasser geht überhaupt nicht! Nach exakt einem Jahr geht Maya wenigstens mit allen vier Pfoten gleichzeitig ins Wasser. Immerhin etwas…  Toll – das finden wir total klasse!

Toi, Toi, Toi! 
Weiter so Maya… in dem Tempo schaffen wir es vielleicht in den nächsten 15 Jahren, dass du bis zum Bauch freiwillig ins Wasser gehst! 

Dass sie schwimmen kann hat sie im Dänemark-Urlaub festgestellt. Aber scheinbar reicht ihr dieses Wissen nicht aus. Wasser scheint absolut nicht ihr Element zu sein… selbst wenn ihre kleine Kaja im Wasser tobt lässt sie sich nicht animieren. Das Lieblingsspielzeug holt sie auch nur unter großem Protest raus, wenn es irgendwo am Rand liegt. Manchmal – das muss ich gestehen – bin ich ja mittlerweile auch wirklich so gehässig und ärgere sie dann um zu provozieren, dass sie ins Wasser geht. Aber da ist sie wirklich stur. Selbst die „Aussitzen-Taktik“ versagt.

„Das müsst ihr einfach aussitzen!“
Aussitzen… bei Maya… die selbst an der Leine im Radius von 2 Metern noch die Welt neu entdeckt und das Rad neu erfindet.

Super Idee – fangen wir gleich morgen mit an! 

In Dänemark bin ich einen Tag ein paar Meter rausgeschwommen und habe so getan als würde ich ertrinken und geschrien und nach Maya gerufen. Ich dachte, dass der Instinkt von Maya wohl über der Angst stehen würde. Was soll ich sagen? Ich wäre wohl ertrunken, wenn das eine ernste Situation gewesen wäre. Irgendwie ja doch ganz schön ernüchternd, wenn der geliebte Hund lieber am Strand Stöckchen kaut, als das Frauchen zu retten.

Maya lernt mittlerweile das Fahrrad fahren. Nachdem sie mich einmal komplett vom Fahrrad runtergerissen und das Fahrrad noch ein paar Meter hinter sich hergeschleift hat, funktioniert das auch ganz gut. Dieser Schock-Moment musste wohl einfach sein um sie das Aufpassen zu lehren. Sie gibt jetzt immer schön acht, wo das böse Fahrrad ist und beobachtet ganz genau wo das olle Ding hinfährt und trottet mit mulmigem Gefühl hinterher. Lustiger Weise geht Maya sogar perfekt im Fuß, wenn man das Fahrrad beim Spazierengehen neben sich herschiebt. Wir hatten schon gewitzelt, dass wir jetzt das Fahrrad immer mitnehmen, wenn wir rausgehen… denn – ich weiß gar nicht, ob das hier so klar wird:

Maya ist auch mit einem Jahr
noch nicht wirklich leinenführig. 

Schande… – das war anders geplant!

Wir arbeiten an der Leinenführigkeit seit wir Maya haben. Am Anfang aber so inkonsequent (der Hund war aber auch so verdammt süß………!), dass alle Arbeit immer wieder “genullt” wurde. Maya hatte beim Ziehen immer wieder Erfolgserlebnisse und merkte, dass es sich lohnt – also wurde immer weiter gezogen und wir gaben irgendwann immer nach. Mittlerweile ist sie so stark (und schnell), dass es zeitweise wirklich weh tut, wenn sie lossprintet und mal eben mit vollem Gewicht in die Leine rennt.

Lustiger Weise ist Maya in der Hundeschule allerdings der totale Streberhund, der alle Übungen schnell versteht und ganz toll mitmacht. Eigentlich versteht da im Moment keiner, warum wir überhaupt in der Hundeschule sind… aber so wie wir das Tor zum Hundeplatz in Richtung Zuhause durchtreten haben, ist zumindest uns das wieder klar!

„So – dann einmal bitte der Streberhund.“

„Langsam Maya… Laaaaangsam!“ –
„Oder das Frauchen geht eben einfach einen Schritt schneller…“ 

Aber abgesehen von der Leinenführigkeit und dieser temporären Taubheit, die wohl typisch für Hunde diesen Alters ist, ist Maya wirklich ein absoluter Prachthund. 

Wir sind gespannt ob sie mit dem fortschreitenden Alter nun ruhiger und vernünftiger wird. Manchmal, wenn wir im Park sind, dann ist sie wie eine Dampflock beim Spielen. Dass es aus ihren Ohren nicht qualmt ist da wirklich alles… 

„Mit einem Jahr sind sie erwachsen… und werden vernünftiger!“

Unser Wildfang spielt am Liebsten mit großen Hunden, die ordentlich Power haben und gerne auch mal rüpelhaftes Verhalten ertragen. Mit kleinen Hunden kann sie eher wenig anfangen – irgendwie wecken kleine Terrier in ihr den Jagdtrieb. Da rennt sie dann ganz gern mal hinterher, bis diese sich totstellen. Dann sind die uninteressant und sie zieht weiter… 

Im Park blieb uns schon so manches Mal das Herz stehen, wenn kleine Hunde in der Nähe waren. Schwer den Besitzern dann zu erklären, dass Maya das eigentlich gar nicht so böse meint, wie das vielleicht gerade wirkt (sie brummt dann auch immer so extrem, wenn sie in Ekstase ist) und immer wieder hören wir uns den anderen Besitzern diese typischen Sätze „Die tut nix – die will nur spielen“ zu brüllen, weil es für Maya keine Bremse gibt, wenn sie spielt. Ich glaube, Anka und ich stehen manchmal mit rotem Kopf im Park und sind peinlich berührt davon, weil Maya komplett im Spielrausch steckt und überhaupt nicht mehr hört und gebremst werden kann. Einer der Punkte an denen wir wirklich noch viel arbeiten werden: Bedingungslose Abrufbereitschaft aus jeder x-beliebigen Situation: 

Selbst dann bitte, liebe Maya,
wenn das Reh mit dem Hintern wackelnd
vor dir steht und dir zuruft
„Jag mich Maya…  jag mich!“.

Ich glaube, unser nächstes Ziel wird die Begleithundprüfung sein. Wir sind gespannt, ob wir Maya bis zum Herbst so fit bekommen, dass sie mitmachen darf (und Chancen hat zu bestehen). Weitere Ziele sind im Moment Agility und Obedience um sie zu fordern und vorallem zu fördern.

Außerdem freuen wir uns schon darauf zu erfahren was aus Mayas Geschwistern geworden ist und ob Maya immer noch die Kleinste und Schwächste aus dem Wurf ist. 😉

Apropos Maya… die liegt gerade draußen auf der Büro-Terrasse in der Sonne.
Ich glaube, ich sollte mal nach ihr schauen. Wer weiß, was für doofe kreative Ideen sie in der Zwischenzeit wieder hatte um sich den Tag lustig zu gestalten.

Lieber Leser,
nochmals: Vielen, vielen Dank für ein Jahr lang Treue!

Wir freuen uns darauf auch in diesem Jahr wieder neue Herzen im Sturm zu erobern und hoffentlich langfristig gut zu unterhalten.

Wir lassen wieder von uns hören… oder sehen…

Alles Liebe,
Nancy (mit Anka und Maya)
 

Nancy, Anka und Maya

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.